Zur Kreistagssitzung – Thema: Mobilitätspakt

Mobilitätspakt – ohne Denkverbote

In der Kreistagssitzung am 26.5.2020 wurde zum Thema Mobilitätspakt B19 Aalen-HDH häufig Floskeln wie „Ohne Denkverbote“ und „Technologieoffenheit“ genannt. Konservativ Denkende ergänzten das auch mit den Worten: „es ist nicht heraus, ob das die Zukunft ist“,  „über Elektromobilität wird vielerorts noch kontrovers diskutiert“ oder „man muss technologieoffen sein, z.B. auch an Wasserstoff denken“. Mir zeigt das, dass er oder sie wenig geeignet ist, sich zukunftsorientiert einbringen zu können. Die Welt – bis auf Deutschland – hat sich zur Elektromobilität entschieden. Zusammen mit dem autonomen Fahren, das schon nahezu serienreif in den USA existiert (wymo.com/lidar), liegt die Chance, das Wirtschaftssystem zukunftsorientiert auszurichten. Die Details sind im Web recherchierbar und wissenschaftlich belegt. Lokale E-Automobilclubs in HDH (Solar-mobil-heidenheim.de) und AA (elektroauto-aalen.de) können darüber mit jahrelanger Erfahrung Auskunft geben. Dass die deutsche Regierung die eMobilität und die damit verbundene erneuerbare Energieerzeugung ausbremst, hat unsere Wirtschaft ins Hintertreffen gebracht und führt uns jetzt schon sichtbar in eine große Krise. Wird diese Zukunftsverweigerung aber gelöst und der E-Mobilität nebst den erneuerbaren Energien die Hindernisse beseitigt, hat unsere Automobilindustrie die Chance, den Entwicklungsrückstand aufzuholen. Die Veränderungen werden ca. 50% der Arbeitsplätze vor allem in der Zulieferindustrie kosten. Sie können aber durch freiwerdende Mittel, welche die eMobilität generiert, in neue Beschäftigungen überführt werden. Diese Mittel stammen z.B. aus der Befreiung vom Erdöl und dem abfließenden Vermögen in die Erzeugerländer, aus lokaler grüner Stromerzeugung und der lokalen Ertragsgewinnung im Land, der Kostenersparnis im Straßenbau und dessen Unterhalt, dem Rückbau von Straßen, dem Freiwerden von Parkraum- und -flächen zugunsten von Wohn- und Arbeitsraum, der Senkung von Kosten im Gesundheitssystem aufgrund weniger Toten, weiniger Schwerverletzten, weiniger Reha- und Arbeitsausfallkosten usw. Das löst in allen Bundes- und Länderhaushalten einen Geldtransfer weg vom Verkehrsbudget hin zum Sozialbudget aus. Wie bei der Kohle können dann Steuergelder von einer schwindenden veralteten Technologie in Richtung einer Zukunftsaufgabe verschoben werden. Auch die Nutzer der eMobiliät können ihre Haushaltskosten senken. Verkehrsmittel werden genutzt und nicht gekauft. Sie müssen nicht finanziert, nicht gepflegt, nicht gewartet, nicht versichert werden. Das zum Leben notwendige Einkommen wird deutlich gesenkt. Die dafür erforderliche Arbeitszeit kann reduziert werden. Deutlich denkbar wird dann auch das bedingungslose Grundeinkommen. Lasst uns das ALLES ohne Denkverbote und mit großer Technologieoffenheit diskutieren, entwickeln und umsetzen. Was jetzt aber noch fehlt, ist der Hinweis auf die Klimakrise: Dazu fordere ich alle CO²-Verschwörungstheorethiker zu folgendem, nicht ernsthaft gemeinten weil lebensgefährlichem Experiment auf: Stellen sie ihr EURO6+++ Auto in die Garage, schließen alle Fenster und Türen der Garage, setzten sie sich in das Auto und starten sie den Motor. Nach ca. einer halben Stunden wissen ihre Hinterbliebenen, welche Vorteile die Elektromobilität für die Umwelt und uns Menschen hat.

Verfasser: Peter Kuch

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