Vorgezogene Sommer-Ferienaktion

Sei Teil einer weltweiten Bewegung!
Schau, wie sauber die Luft Deines Wohnorts im Vergleich zu anderen auf der Welt ist.

Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas heizt über CO² nicht nur unser Klima an, es gelangt daraus auch Feinstaub in der Luft. Des Weiteren entsteht Feinstaub bei der Holzverbrennung und im Straßenverkehr. Hier vor allem durch die Verbrennung von Diesel und durch den Abrieb der Reifen. Auch der Schienenverkehr trägt einen wenn auch kleinen Teil dazu bei.

Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) gibt bekannt, dass die gesundheitliche Belastung durch Feinstaub heute schon als eine der häufigsten Todesursachen nach dem Tod im Straßenverkehr zählt.

Am Future City Lab der Universität Stuttgart ist das „Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ angegliedert. Es nennt sich Open Knowledge Lab – Stuttgart, kurz: OK Lab Stuttgart. Dort wurde das Feinstaubmessgerät zunächst für Stuttgart entwickelt. Wir Freie Grüne in Westhausen stellen interessierten Jugendlichen den Bausatz für ein Feinstaubmessgerät kostenlos zur Verfügung. Die Geräte wollen wir anschließend in der Gemeinde Westhausen an sensiblen Stellen aufstellen. Die jugendlichen Erbauer, aber auch interessierte Westhausener können sich melden, wenn sie es bei sich aufgestellt haben möchten. Der Selbstkostenpreis beträgt 45 €.

Anmeldung: Anmeldung und Betreuung:
Peter Kuch, kuch.peter@web.de, +49 152 219 408 76

Luftdaten-Landkarte im Internet zeigt die aktuellen und historischen Werte
Auf der Website https://deutschland.maps.sensor.community/#10/48.8728/10.2145 sind alle Feinstaubmessgeräte zu finden. Vergrößert man die Karte, kann jedes einzelne Messgerät ausgewählt und die Werte der letzten 24 Stunden als auch Werte der Vergangenheit abgerufen werden. Die Farbe der Kacheln symbolisiert die aktuelle Belastung durch Feinstaub. Eine Farbskala zeigt, welche Belastungsstufe in µg/m³ erreicht ist.

Ablauf für das Zusammenbauen:
Eine detaillierte Bauanleitung findet man hier: https://luftdaten.info/feinstaubsensor-bauen/
Vor Baubeginn „treffen“ wir uns online in einem Videochat und erklären die Vorgehensweise. Nachdem noch offenen Fragen geklärt sind, beginnt jeder eigenständig mit dem Zusammenbau.
Probleme und neu aufkommende Fragen klären und beantworten wir in einem zweiten oder dritten Videochat, je nach Bedarf. Vorkenntnisse sind gering. Wer einfache handwerkliche Fähigkeiten wie Kleben, Schneiden oder Zusammenstecken beherrscht, sollte den Zusammenbau erfolgreich meistern können. Kenntnisse, wie es für das Chatten, eMailen oder Internetbrowsen am Smartphone oder am PC erforderlich sind, sollten vorhanden sein. Die volle Funktionsfähigkeit der Feinstaubmessgeräte erreicht man zudem mit einer Verbindung ins Internet. Bei Problemen hilft der Videochat.

Hintergrundwissen zum OK LAB Stuttgart:
Stuttgart ist wie keine andere Stadt vom Automobil geprägt. Dort wurde das erste Auto gebaut. Die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs in Form von Staus, Feinstaub, CO²-Emissionen, Platzverbrauch und Lärm zu verringern und den Wandel zu einer nachhaltigen Mobilitätsregion zu fördern, ist zwischenzeitlich gesellschaftlicher Konsens. Aber wie kann ein solcher Wandel in Stuttgart und im ganzen Land angestoßen werden? Wohin könnte er führen? Welche Rolle spielen die Bürgerinnen und Bürger, um einen solchen Wandel aktiv zu gestalten und durch soziale Innovationen zu ermöglichen? Das Future City Lab Stuttgart macht die kulturelle Dimension der nachhaltigen Mobilität zu seinem Thema. Hier arbeiten Wissenschaft, Verwaltung, Unternehmen und die Bürgerschaft gemeinsam daran, eine Mobilitätskultur zu entwickeln, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch Gesundheit und körperliche Bewegung unterstützt, sozialen Austausch fördert und in Stadt und Region neue Lebens- und Aufenthaltsqualitäten schafft. Mit diesem Ziel wird das Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur initiativ und möchte gemeinsam mit engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern Denkanstöße, Visionen und konkrete Projekte eines guten und nachhaltigen mobilen Lebens auf den Weg bringen.

Das Erkennen der Folgen von Automobilität in Form des Feinstaubs gab den Impuls, das Feinstaubmessgerät zu entwickeln. Daraus wurde mittlerweile ein internationales Netz auf Basis von Open-Source Ressourcen.

GEMEINSAM FORSCHEN IM REALLABOR

WIE WIRD DIE STADT ZUM KOOPERATIVEN EXPERIMENTIERRAUM ?

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert ein neues Modell für die Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft: Die Forschung in „Reallaboren” macht Stadt und Land zum wissenschaftlichen Experimentierfeld. Hinter dem Begriff „Reallabor“ verbirgt sich ein neues Forschungsformat: Nicht über Menschen und ihr Verhalten soll geforscht werden, sondern gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gestalten Forscherinnen und Forscher reale Veränderungsprozesse, um praxisrelevantes Wissen und konkrete Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Unser Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur dient als Zukunftslabor und kooperative Plattform. Es bündelt erzeugtes Wissen, macht es zugänglich und diskutierbar: sowohl durch die digitale Vernetzung auf einer Webplattform als auch durch die reale Zusammenarbeit unterschiedlicher Initiativen und Akteure. Wir stellen uns gemeinsam der Frage, wie sich das Bedürfnis und das Recht jedes Einzelnen auf Mobilität so umsetzen ließe, dass auch nachfolgende Generationen eine intakte und lebenswerte Umwelt vorfinden. Dabei geht es nicht nur um Technologien oder Strategien zur Verkehrsoptimierung, sondern vor allem um eine Kultur der Mobilität und Bewegung, die sich an einem erweiterten Wohlstandsbegriff orientiert und neue Lebens- und Aufenthaltsqualitäten in der Stadt und auf dem Land zu schaffen vermag.

Weiterführende Informationen/wissenschaftliche Arbeiten
Weitere interessante Bereiche der Website https://luftdaten.info/ sind:
FAQ – Fragen und Antworten zu vielen Themen, oder der Blog – in dem sich die jungen „Wissenschaftler“ austauschen. https://luftdaten.info/faq/
Im Abschnitt Evaluation geht es dann schon wissenschaftlicher zu. Hier findet man wissenschaftliche Veröffentlichungen bis hin zu Masterstudien. https://luftdaten.info/evaluation/

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