Pressemitteilung – B29 Ausbau neu

In der Augsburger Allgemeinen meldet der CSU Abgeordnete Ulrich Lange, dass das Bundesverkehrsministerium die B29 neu in das neue Investitionsprogramm (IRP) für die Jahre 2019 bis 2023 eingestuft haben soll. Dies sei für Ihn eine klare Finanzierungszusage. Dies beinhalte auch, dass die Planung bis 2023 abgeschlossen sein sollte, um innerhalb von fünf Jahre mit dem Bau beginnenzu können.

Die Freie Grüne Liste im Gemeinderat und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Westhausen stehen dieser Entscheidung sehr skeptisch gegenüber. Mit dem Ausbau der B29 soll der tägliche Stau bei Westhausen beseitigt und die B29 insgesamt für den Personen- aber v.a. den Warenverkehr zwischen den Wirtschaftsmetropolen Stuttgart und denen in Bayern verbessert werden. Bereits der bisherige Ausbau der B29 hat für Westhausen starke Verkehrszunahmen bewirkt – besonders beim Schwerverkehr.

Peter Kuch: „Mit Öffnung des Einhorntunnels in GD (Okt.2013) stieg der Schwerverkehr ab 2014 bei Baiershofen um 39,7% und bei Westhausen, Reichenbach und Westerhofen um 28,4% (Quelle: Straßenverkehrszentrale BW). Diesen Trend wird jeder weitere Ausbau der B29 sehr wahrscheinlich verstärken“. „Und falls tatsächlich der Nordostring um Stuttgart kommt, also die direkte Verbindung von A8/A81 zur B29, geht es auf der B29 richtig ab“ ergänzt Alexander Schlee.

Auf jeden Fall werde nach der Fertigstellung der B29neu viel Schwerverkehr aus Bayern Richtung Westen anstatt der A7/A8 den Weg über die B29 nehmen. Der Weg in Richtung Norden wird dann ab der Röttinger Höhe über Lippach und Röhlingen abgekürzt, sind sich die Westhausener Grünen sicher.

Jutta Kuch, Westhausener Gemeinderätin: „Den frisch gewonnenen 4 spurigen Ausbau bei Baiershofen werden die LKW füllen und die PKW weichen dann wieder auf die Nebenstrecken aus. Bis es aber soweit ist, werden die Anwohner in Baiershofen und Immenhofen mehr Lärm als heute haben, denn der 2-spurige Ausbau in jede Richtung ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und Überholmanöver, die auf der einspurigen bisher unmöglich waren“. Die geplante Lärmschutzvariante in Form einer Abraumhalde mit gerade mal 3 m Höhe aber mit 12 m Abstand bringe jedenfalls so gut wie nichts.

Martin Häring, ebenfalls Gemeinderat: „Es ist also abzusehen, dass uns das Stauproblem nach kurzer Zeit und in voller Schärfe wieder einholt, mit noch mehr Lärm, Schleichverkehr, Feinstaub und Stickoxiden als je zuvor. Vor Beginn des B29-Aus- und Neubaus muss deshalb geklärt werden, mit welchen Schutzmaßnahmen Westhausen rechnen kann. Und der planende Landkreis und die Gemeinde sollte ganz Westhausen in einer Bürgerversammlung die Gelegenheit geben, sich über diese Vorhaben zu informieren und
auszutauschen.“ Stefan Schwab will nicht nur kritisieren, sondern auch Lösungen anbieten: „Diese weit über 100 Mio. € für die B29 wären sinnvoller und nachhaltiger in mehr Züge auf der Riesbahn, bessere Anbindung an die Bahnhöfe, mehr ÖPNV und bessere Radwege investiert, damit Westhausen nicht unter die Räder kommt und Alternativen zur Straße entstehen“.

Freie Grüne Westhausen, 10.3.2020 V.i.S.d.P, Peter Kuch

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